Niederlage unsere H1 in der Almhalle!

Bielefeld (woho). Kurz nach dem Abpfiff einer 0:3 (20:25, 18:25, 21:25) Niederlage des Telekom Post SV gegen die SVG Lüneburg II griff  sich  Bielefelds Kapitän Jarik tom Suden das Mikrofon. „Wir haben heute schlecht gespielt“ sparte der Libero nicht mit Selbstkritik an der eigenen Mannschaft. „In den beiden kommenden Heimspielen gegen Delbrück und Baden brauchen wir trotzdem eure Unterstützung, um den Klassenerhalt noch zu schaffen“, sprach der Libero zum Publikum. Damit war eigentlich alles gesagt, da der Verbleib in Liga drei für die Bielefelder weiterhin machbar ist.
Gegen die Bundesligareserve der SVG Lüneburg gerieten die Gastgeber vor den 200 Zuschauern in der Almhalle in allen drei Sätzen mit 0:3 in Rückstand und liefen diesen Ballpunkten ständig hinterher. In Satz eins war nach einem Einerblock von Paul Plassmann beim 8:8 der Gleichstand hergestellt und nach dem 8:9 brachte der erfolgreiche Angriff von Lukas Schnittger das 9:9. Die nachfolgende 10:9 Führung der Gastgeber sollte eine Momentaufnahme bleiben, da die Gäste bis zum Satzende immer in Führung lagen. Zwei clevere Aufschläge von Brian Leppin ließen die Hoffnung auf einen Satzgewinn der Gastgeber beim 19:20 kurzfristig aufkommen, doch Lüneburg spielte einfach zu fehlerfrei.
Satz zwei war vom ersten Ballwechsel eine klare Angelegenheit für die Norddeutschen, die in dem ehemaligen Bundesligaspieler Rene Bahlburg einen Akteur auf dem Feld stehen hatten, der Ruhe ausstrahlte und fast fehlerfrei spielte. Er zeigte zudem seinen Mitspielern, welcher Bielefelder Angreifer im nächsten Ballwechsel von Telekom-Spielmacher Tejas Lückebergfeld angespielt wird. Und, Bahlburg lag meistens richtig. Nach 25 Spielminuten war Satz zwei eine Beute der Gäste.
Der nachfolgende Spielabschnitt sah das Team des Telekom Post SV nach dem 0:3 auf der Überholspur. Im Anschluss an das  4:4 gingen die Gastgeber nach einem der wenigen Blockpunkte mit 9:8 in Führung und ein erfolgreicher Angriff von Brain Leppin führte zum 10:8. Beim 12:12 war die Führung wieder verspielt, beim 17:16 aber wieder zurück erobert. Beim 21:20 fehlten lediglich vier Ballpunkte zum Satzgewinn. Der gelang nicht, da Lüneburg abgezockt agierte, die folgenden fünf Ballwechsel für sich entschied und damit die Niederlage des Telekom Post SV besiegelte.
Der Druck im Abstiegskampf ist für den Liganeuling durch die Heimniederlage gestiegen! Jetzt gilt es sich wie der Baron von Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen. Am kommenden Samstag, im OWL-Derby gegen die DJK Delbrück soll in eigener Halle die Wende zum Besseren gelingen.