19Sep

Erfolgreicher Saisonauftakt in der Almhalle

—  Am Samstag, 19. September 2026

Bielefeld (woho). „Das war ein typisches Saisonauftaktspiel“ fasste Bielefelds Coach Jörg Borgstädt, Sohn Tobias Gundlach als etatmäßiger Trainer agierte als Mittelblocker, den 3:2 (25:23, 25:20, 21:25, 17:15, 18:16) Heimsieg gegen den TV Hörde den Spielverlauf zusammen. Typisch heißt in diesem Fall, dass die beide Teams Leistungsschwankungen hatten. Die führten dazu, dass der Tie-Break die Entscheidung bringen mussten. Da wehrten die Gastgeber zwei Matchbälle ab und sicherten sich zwei Punkte. Die 100 Zuschauer sorgten dafür, dass Bielefelds „Almhölle“ gleich im ersten Spiel seinem Namen gerecht wurde.

Im ersten Satz startete das Team des Telekom Post SV mit den beiden Youngstern Jonne Plotz und Ole Standke. Zusammen mit ihren Mitspielern liefen bis zum 15:19 fast ständig einem Rückstand hinterher. Beim 20:23 drohte der Satzverlust. Bis dahin war Bielefelds Block keine Hürde für Hörde. Jetzt, in der Crunchtime, fing sich das Abwehrelement. Der Rückstand war beim 23:23 egalisiert und zwei weitere erfolgreiche Blockaktionen brachten den Satzgewinn. 

In Durchgang zwei profitierte das Telekom-Team von den Aufschlagfehlern der Gäste und spätestens beim 19:15 war die Vorentscheidung hinsichtlich des Satzausgangs gefallen. Ein Fehler der Hörder im Angriff sicherte der Mannschaft um Bielefelds Kapitän Jarik tom Suden die 2:0 Satzführung. 

Diese deutliche Führung gab dem Spiel der Gastgeber nicht die erhoffte Sicherheit. In Durchgang drei geriet das Telekom-Team nach dem 9:9 in Rückstand und spätestens beim 14:20 ging der Glaube an einen klaren Auftaktsieg verloren. Die Köpfe hingen Satz vier nahm einen vergleichbaren Verlauf. Bis zum 7:7 konnte sich keine Mannschaften absetzen. Dann ging die Konstanz im Spiel der Gastgeber erneut verloren und beim 10:17 deutete alles daraufhin, dass der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. Wenige Ballwechsel später war die Vermutung Gewissheit. 

Vor dem Anpfiff des guten Schiedsrichtergespanns Nils Yannik Schüßler/Gerd-Thomas Klauke brodelte es auf der Tribüne. Die Spannung war zum Greifen. Nach dem Anpfiff des 5. Satzes konnten die Gäste besser mit dem Druck umgehen und lagen beim Seitenwechsel mit 8:7 in Führung. Angetrieben von den eigenen Fans steigerte der heimische Regionalligarückkehrer seine Leistung und schien beim 12:8 endgültig auf die Siegerstraße eingebogen. Diese Annahme erwies sich als trügerisch, Hörde gleich aus und hatte beim 14:15 und 15:16 aus Bielefelder Sicht zwei Matchbälle. „In diesen Situationen haben wir die Ruhe bewahrt und letztlich verdient gewonnen“, konnte sich Lukas Schnittger nach Spielende über zwei Pluspunkte und die verdiente Auszeichnung zum MVP freuen.